New Zealand Diary #1

ENGLISH VERSION WILL FOLLOW SOON!

Hier bin ich also; Am anderen Ende der Welt. And dem Ort, von dem man als Kind immer traeumt einmal zu sein, weil er so unerreichbar, so mysterioes und voller Abenteuer zu sein scheint. Hier bin ich also. Und ich kann nicht leugnen, dass mich der Zauber dieses fernen Landes voll und ganz in seinen Bann gezogen hat.

Dies ist meine Geschichte, welche von all den Erlebnissen, Begebenheiten und Abenteuern meiner Zeit hier in Neuseeland erzaehlt.

Alles begann an einem verregneten Sonntag Abend. Es war der 10. November 2013, 17:00 als ich von meinem Vater am Villacher Hauptbahnhof abgesetzt wurde um per Mitfahrgelegenheit nach Deggendorf/Deutschland zu kommen. Ich plante dort eine Freundin zu besuchen, bevor mich mein Flug dann am 12.11 ueber Dubai und Melbourne schlussendlich dann nach Auckland/Neuseeland bringen sollte. Ich verbrachte jedoch die Nacht von Sonnatg auf Montag unplanmaessig in einem unbeheizten Warteraum in der Naehe der Allianzarena in Muenchen, da ich nach meiner Mitfahrgelegenheit niemanden finden konnte der mich weiter nach Deggendorf brachte. Das war mit Sicherheit meine schlimmste Nacht seit dem vergangenem Winter beim Bundesheer.

Ich entschied mich daher am naechsten Tag, Deggendorf mit dem Zug zu erreichen, da ich keine Lust mehr auf weitere Warterei in der Kaelte hatte.

Noch hatte ich es ueberhaupt nicht realisiert, dass ich in 2 Tagen bereits am anderen Ende der Welt sein werde; Ferner von daheim als ich es je gewesen bin. Erst als ich dann am Weg zum Flughafen eine nette junge Dame kennenlernen durfte, die auf dem Weg nach Indien fuer vier Monate war, wurde mir langsam klar, dass sich meine jahrelange Traumerei vom Reisen in die Wirklichkeit verwandelte. Ich war froh ueber die Begegnung mit Nina, da sie mir durch ihre Reiseerfahrung einen erleichtertetn Einstieg in das Wesen eines Flughafens geben konnte. Nina hat eine wirklich strahlende Persoenlichkeit und ich war froh ueber die leider nur wenigen Gespraeche die ich mit ihr fuehren konnte.

Doch wo eine Begegnung endet, folgt die naechste, und ich hatte das unheimliche Glueck meinen Flug mit einer weiteren rezenden jungen Dame zu teilen, die ihre Reiselust nach dem Abschliessen des Bachelors in Sued-Ost Asien zu stillen versuchte. Sie machte es beinahe unmoeglich fuer mich Schlaf zu finden, da wir uns die ganze Nacht hindurch naeher kennenlernen durften und recht viel zu lachen hatten.

Angekommen in Dubai wurde mir dann so allmaelich klar, dass es kein zurueck mehr gibt. Doch machte mir der Gedanke keinerlei Angst, im Gegenteil, meine Reiselust stieg von Minute zu Minute und nachdem ich mich von Monia verabschiedet hatte, ging es dann weiter nach Melbourne.

Die ersten fuenf Stunden des Fluges versuchte ich Schlaf zu finden, da es mir daran eindeutig mangelte. Als ich dann zum Mittagessen geweckt wurde, unterhielt ich mich mit einem aelteren Ehepaar aus England, die neben mir ihren Flug genossen und sich auf eine Kreuzfahrt um Neuseeland freuten. Das war meine erste Gelegenheit, mein Englisch auszupacken und zu verbessern.

Dann endlich nach einem kurzen Zwischenstopp in Melbourne und einem weiteren dreistuendigem Flug erreichten wir Auckand, und das Erste, das mir an Neuseelnad auffiel war, dass diese Kiwis (umgangssprachliche Bezeichnung der Einwohner von NZ) auf der falschen Seite der Strasse fuhren. Ihr oennt mir glauben, wer sowetwas noch nicht gesehen hat, dass dieser Umstand extrem nervenaufreibend und anstrengend sein kann, bis man sich daran gewoehnt hat.

Am Zoll musste ich dann ein Einreiseformular ausfuellen, was mich vor mein erstes Problem fuehrte, da ich keine Unterkunft fuer meine erste Nacht gebucht hatte. Die Konversation mit dem Zollbeamten werde ich wohl nie vergessen.

Zollbeamter: So, where you gonna sleep tonight fella?
Ich: Well, probably in a hostel in town.
Er: Which one?
Ich: I don’t know, cause I haven’t booked one yet.
Seine darauf folgende Mimik verhiess nichts Gutes und seine mich musternden Blicke liessen mich um meine Einreise zittern.
Er ueberlegte beinahe eine volle Minute lang ob er mich reinlassen sollte oder nicht.
Da ich noch nicht heimgekehrt bin und mi die Muehe dieses Berichtes mache, koennt ihr davon ausgehen, dass schlussendlich alles mehr oder weniger reibungslos von statten ging und mich mein erster Schritt als freier Mann in diesem Land aufatmen liess.

Als ich dann zwei Stunden spaeter in einem Backpacker’s einegcheckt hatte, musste ich sehr schnell feststellen, dass ich von deutschen Schulabgaengern umzingelt war, was mich irgendwie nicht gerade heiter stimmte, da ich nicht ans Ende der Welt gereist bin, um deutsch zu sprechen. Ich tat mich daher nach der ersten Nacht, in der ich 14 Stunden durchschlief mit einem Italiener zusammen, da ich dann wenigstens englisch reden konnte.

Ich blieb jedoch keine drei Tage in der Stadt, da Auckland zwar durch ziemlich schoene Architektur und viele Parks gekennzeichnet wird, nichts desto trotz eine “Stadt” bleibt, die nicht viel fuer einen Reisenden kanppoen Budgtes zu bieten hat.

Ich verabschiedete mich daher von meinem italienischen Freund bei ein paar Bierchen und buchte dann ein Busticket in die naechste Stadt: Hamilton.

Auf dem Weg nach Hamilton, tat ich mich mit einer jungen Kiwi zusammen, die ebenfalls auf dem Weg nach Hamilton war, um ihren Freund zu besuchen. Sie brachte mir so einiges ueber Neuseeland bei, und gab mir die essentiellsten Tipps, fuer eine gute Zeit hier. In HAmilton angekommen, brachte mich ihr Freund sogar zum naechsten Hostel, wo ich dann meine naechste Nacht verbrachte. Da mich nichts in dieser durchschnittlichen Kleinstadt hielt, beschloss ich, mich weiter in den Sueden zu begeben. Ich stellte mich daher mit meinem beinahe 20 kg Gepaeck an den Strassenrand und wartete auf mein naechstes Abenteuer.

Nach beinahe einer Stunde hielten dann Linda und Melissa an, die gerade vom One Republic Konzert in Auckland kamen. Nach der Fahrt boten sie mir gleich einen Schlafplatz an, falls ich je in ihrer Stadt vorbeikommen sollte. Sie fuhren weiter in den Sueden und ich wartete auf ein weiteres Auto, dass mich dann schlussendlich nach Rotorua bringen sollte. Doch diesmal musste ich keine drei Minuten warten und ein laessiger Typ der als Tuersteher arbeitet und seine Frau lasen mich am Starssenrand auf und brachten mich an mein Ziel.

Rotorua stinkt. Nach faulen Eiern um genau zu sein. Dass kommt daher, dass sich Rotorua direkt an einem geothermalen Punkt in NZ befindet. Dort gibt es tatsaechlich Menschen, die eine kleine, stinkende Blubbergrube in ihrem Garten haben. Die Leute sagen, dass man sich jedoch mit der Zeit daran gewoehnt.
Ich konnte es nicht, da ich auch in Rotorua nur eine Nacht verbracht habe, auf der Flucht vor den deutschen Backpackern.

Das tolle und einzigartige an meiner Reise ist, dass ich nie weiss was der naechste Tag bringt, und selbst wenn ich am Vorabend minimale Plaene mache, kommt es nie so wie es vorgsehen war. Im Alltag waere dieser Umstand unerwuenscht und nervig. Wenn man jedoch die Welterforscht, ist dies gang und gebe und es ist unglaublich wie sehr ich es geniesse.

Von Rotorua aus wollte ich das “Volcanic Valley” besuchen, welches abwechselnd an heissen und an kalten Seen und an Vulkankratern vorbeifuehrt.
Ich stellte mich daher erneut an den Strassenrand um in die Naehe des Tals zu gelangen, um dann von der Strasse aus weitere 6 km ins Tal zu marschieren. Ich wartete keine zehn Minuten, als ich von drei reizenden Australierinnen mitgenommen wurde.
Ich erzaehlte ihnen von meinem Vorhaben und wo ich in etwa rausgeschmissen werden wollte. Ich haette jedoch besser vorher nochmal einen Blick auf die Karte werfen sollte und so geschah es dass ich nach einer halben Stunde des Herumwanderns mich mitten auf einer Farm wiederfand, umzingelt von Schafen und Kuehen. Ploetzlich vernahm ich ein Gewitter in der Ferne und ich beschloss daher, zurueck zur Strasse zu gelangen, um weiter nach Taupo zu reisen.

Nach einer recht angenehmen Fahrt mit zuerst zwei Indern und anschliessend einem alten Mann, der Neuseeland sein ganzes Leben nie verlassen hatte, erreichte ich Taupo, direkt gelegen am Lake Taupo, dem groessten See Neuseelands.

Aufgrund des schlechten Wetters, war ich gezwungen, fuer zwei Naechte in einem Hostel zu uebernachten. Ich war heilfroh, dass ich endlich mal in einem deutsch-freien Zimmer war.

Ich bitte nicht falsch verstanden zu werden. Ich habe absolut kein Problem mit Deutschen. Ich bevorzuge es lediglich, waehrend meiner Zeit hier in Neuseeland weder deutsch zu reden, noch deutsch zu denken. (Natuerlich gibt es Ausnahmen, wie zB dieser Bericht)

Ich verbrachte daher meine Zeit in Taupo mit einem Franzosen, einer Thailaenderin und einem Japaner und durfte erneut die verschiedensten Einblicke in total unterschiedliche Menschen und deren Leben haben.

Ausserdem ging ich nun verschaerft auf Suche einer Schlafgelegenheit eines Einheimischen, um mich von den ueblichen Touristen loszureisen.
So lernte ich Brian kennen, ein 64 jaehriger Taxifahrer und ein herzensguter Mensch, der es zu seiner Mission gemacht hat, nun seit bereits 8 Jahren, jungen Leuten wie mir ein voruerbergehendes Zuhause zu bieten und ihnen Lektionen des Lebens zu erteilen. Ausserdem ist er extrem witzig und unterhaltsam und obwohl er 30 km fern von jeglicher Zivilisation lebt und ich in seinem Loch keinerlei Empfang habe, wird es einen nie langweilig.
Ausserdem ist er was das Kochen angeht, meine Mutter Neuseelands.

Der ultimative Hit jedoch ist, dass er ein zweites Auto zur Verfuegung hat, welches es mir und den zwei Polen, die im Moment ebenfalls bei ihm wohnen duerfen, ermoeglicht, die Umgebung zu erkunden. Am Sonntag unternahmen wir daher eine Tagestour entlang der suedlichen Kueste der Nordinsel, um ein Fischerdorf, einen Leuchtturm und eine Seehund Kolonie zu sehen. Selten bot sich mir ein so herrlicher Anblick des Ozeans.
Anfangs war es auch ein wirklich komisches Gefuehl, als Lenker auf der rechten Seite zu sitzen, doch man gewoehnt sich daran schneller als erwartet.

Zusammenfassend fuer diesen ersten Bericht bleibt mir nur zu sagen, dass es mir ausserordendlich gut geht und ich die Zeit hier in Neuseeland unglaublich geniesse! Ich freue mich auch schon extremst auf die Suedinsel, vor allem weil jeder einzelne Neuseelaender den ich bis jetzt getroffen habe behauptet, dass die Suedinsel noch einmal um ein x-faches schoener ist, als die ohnehin schon so schoene Nordinsel.

Fuer all jene unter euch die auf Bilder warten, muessen sich leider gedluden, bis ich wieder heimgekehrt bin, da ich beschlossen habe, jegliches Material fuer einen Vortrag unter Verschluss zu halten.

ENGLISH VERSION WILL FOLLOW SOON!

PS: Dieser Bericht hat mehr Worte, als meine Maturaarbeit in Deutsch. ;)
PPS: Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten.

New Zealand Diary #1
6 Stimmen, 4.17 durchschnittliche Bewertung (84% Ergebnis)

One Response to New Zealand Diary #1

  1. mam :-) says:

    Mein lieber Jonas,
    danke für diesen Bericht aus der Ferne, er hat mich Fasziniert und auch zu Tränen der Freude und auch der Wehmut berührt!!
    Ich bin stolz auf dich und wünsche dir weiterhin alles, alles Gute (pass auf di auf)!
    Hab dich lieb, Bussi deine Mam

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