New Zealand Diary #2

Endlich finde ich wieder Zeit und Gelegenheit einen Bericht meiner Erlebnisse im fernen Neuseeland zu verfassen.
Ich werd mich in Details jedoch zurückhalten, da dieser Bericht ansonsten zu lang und kompliziert werden würde.

Aufgrund von 4 Schlechtwettertagen, beschloss ich diese bei Brian auszuharren, und lernte im dieser Zeit 3 Deutsche, einen Israeli und einen Amerikaner kennen. Mit Will, dem Amerikaner besuchte ich den Drehort von Bruchtal, aus den Herr der Ringe Filmen und bereits am nächsten Tag machte ich mich auf den Weg nach Wellington, um per Fähre auf die Südinsel zu kommen.

Meine Fähre verließ den Hafen um 2 Uhr in der Nacht und dreieinhalb Stunden und einen traumhaften Sonnenaufgang später befand ich mich in Picton. Mein Südinsel Abenteuer begann!

Es war nun wieder an der Zeit, meinen Daumen auszupacken, um weiter in den Süden zu kommen. Ich wusste nicht wieso, aber ich hatte so ein Gefühl nach Christchurch zu gelangen und nach 3 Fahrten mit den verschiedensten Leuten erreichte ich die durch mehrere Erdbeben verwüstete Stadt. Ich stellte mir vor, dass es so wohl nach einen Bombenanschlag aussehen muss.

Ich wohnte dort für 3 Tage bei Grace, ihrem Bruder und 2 ihrer Freunde, und konnte ein wenig ins Leben von jungen Kiwis eintauchen.
An einem der 3 Tage fuhren wir in die Bucht von Akaroa und ich hatte meine ersten Muscheln; roh! Ich hatte nicht erwartet, dass ich total drauf stehe! haha

Nach Christchurch plante ich nach Dunedin und anschließend ganz in den Süden nach Invercargill zu trampen.
Da es jedoch an dem Tag an dem ich Christchurch verließ regnete, und ich nicht wirklich lange in der Nässe rumstehen wollte, beschloss ich, ins erstbeste Auto einzusteigen, wo auch immet ich enden möge. Ich landete daher in Wanaka, eine kleine Ortschaft 60 Kilometer von Queenstown. Es war bereits 21:00 Uhr und konnte daher keine Unterkunft mehr finden. Ich begab mich daher zu Fuß auf den Weg mach Queenstown, um dann irgendwo am Weg einen Busch für die Nacht zu finden. Nichts desto trotz hielt ich bei jedem vorbeifahrenden Fahrzeug den Daumen raus, was vielleicht alle 10 Minuten mal der Fall war. Ich war bereits völlig drauf eingestellt am Straßenrand zu übernachten, als ich dann doch noch von 2 Indern die hier in Neuseeland leben aufgelesen wurde.

Letztendlich war es Mitternacht als ich an diesem Sonntagabend Queenstown erreichte, und das Letzte, dass ich erwartete war eine überaus lebendige Partystadt, vor allem da man zu Fuß ca. 10 min braucht, um Queenstown zu durchqueren.

Ich verbrachte die Nacht dann schlussendlich unter einem Baum am Ufer des Lake Wakatipu. Er ist der drittgrößte See Neuseelands mit einer Länge von 84 km und einer Tiefe von 400 Metern.

Wie bereits erwähnt, werde ich meinen Bericht kürzer halten, und daher Details über Schlafenszeiten und Essgewohnheiten überspringen und mit meiner Reise fortfahren.

Ich verbrachte insgesamt 6 Tage in Queenstown, besuchte den Milford Sound, und alles umliegende Gebiet um das kleine Touristenstädtchen. Darunter etliche Herr der Ringe Drehorte, wie Minas Tirith, Amon Hen, Lothlorien, Isengard und viele mehr.

Nach 6 teuren Tagen voller “Backpackerluxus” ging es in Richtung Westküste. Dort verbrachte ich 2 Nächte in meinem Zelt, die erste an einem Strand und die zweite irgendwo im Urwald nahe des Fox Gletschers.

Am dritten Tag dann traf ich auf Mike, einen Fotografen aus den Staaten. Er war mit dem Auto in Neuseeland unterwegs um von einem besonderen Ort zum nächsten zu düsen, um das bestmögliche Foto zu schießen. Leider waren es seine letzten zwei Tage hier und Mike lud mich herzlichst ein, diese mit ihm zu verbringen. Ich hatte aufgrund dessen unzählige Möglichkeiten um an gutes Bildmaterial zu kommen und erhielt zu den vielen fotografischen Tipps, noch so eine oder andere Lektion fürs Leben.

Nachdem Mike und ich wieder getrennte Wege gingen, machte ich mich weiter auf den Weg in den Norden und schlief nach 3 Tagen ohne Dusche wieder in einem Hostel in Greymouth und lernte dort Shira und Noy, zwei heitere Israelinnen kennen.

Am nächsten Tag trat ich dann wohl einen meiner längsten Reisetage an, um nach Nelson zu gelangen. Acht Stunden und 7 verschiedene Mitfahrgelegenheiten brachten mich dort hin, wo ich meine nächste abenteurliche Begegnung machte. Ich traf nun endlich nach Hunderten von Deutschen eine Landesgenossin, die Tirolerin Theresa, die mit dem New Yorker Qing und dem Schweizer Christoph die Südinsel Neuseelands unsicher machte.

Da wir alle zusammen das gleiche Ziel, nämlich Golden Bay hatten und ein weiterer Platz in deren Auto zu haben war, tat ich mich mit ihnen zusammen und wir verbrachten 3 schöne Urlaubstage an goldenen Stränden und türkisem Gewässer.

Dann, 2 Tage vor Weihnachten war es an der Zeit für mich, auf die Nordinsel zurück zukehren, da Brian mich und 7 weitere Reisende zu seinem Weihnachtsschmaus eingeladen hatte.

Da mein Budget jedoch langsam knapp wurde, suchte ich nach einen Weg, kostenlos über die Cook-Straße zu kommen. Gefunden hab ich den dann in einem Kofferraum eines Reisenden, der die Fähre mitsamt Fahrzeug nahm.

Komisch war es jedoch dann schon an Weihnachten draußen zu sitzen und ein kühles Bier zu trinken. Ich schätze mich dennoch sehr glücklich, diese Erfahrung gemacht zu haben.

Silvester feierte ich an einem Neujahrsfestival, in Martinborough, welches ich an dieser Stelle unkommentiert lassen werde, da sich jeder vorstellen kann, wie affengeil das gewesen sein muss!

Dann erhielt ich eine Nachricht von Shira, die ich in Greymouth kennengelernt habe, dass sie zusammen mit Noy auf der Nordinsel sind, und da mir Brian ein Fahrzeug zur Verfügung stellte, lud ich die 2 Mädls zu einem Roadtrip ein, um die Nordinsel zu erkunden.

Nach dem Eastcape, der Bay of Plenty, Coromandel Halbinsel und Hobbiton geht es nun noch zum Schicksalsberg und den Waitomo Glowworm Caves und dann anschließend zurück zu Brian.

Erst jetzt während ich diesen Bericht schreibe, merke ich, wie schnell die Zeit vergangen ist und wie traurig ich zum Einen bin, dass mir keine zwei Wochen mehr bleiben.
Andererseits muss ich zugebn, dass ich mich auch schon unheimlich auf die Heimat, Familie und Freunde freue, um meine Abenteuer mit ihnen zu teilen.

New Zealand Diary #2
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